ChristlicherDigest

Historie

Historie des Christlichen Digest
Im November 1936 erscheint die erste Ausgabe des Catholic Digest, dem amerikanischen Mutterblatt des heutigen Christlichen Digest. Louis Gales, Priester in der Erzdiözese von St. Paul in Minneapolis, wünscht sich ein Magazin, das eine große Leserschaft über Entwicklungen und aktuelle Diskussion in der Kirche auf dem Laufenden hält. Louis Gales erkennt, dass die Menschen zwar informiert werden wollen, dies jedoch in möglichst kurzer Zeit. Also entscheidet sich der Priester, sein Magazin als Digest herauszugeben: Er durchsucht die „weltweit führenden katholischen Zeitschriften“ nach allgemein verständlichen Artikeln, kürzt sie, schreibt sie geringfügig um – und präsentiert das Ergebnis dieser Presseschau jeden Monat in seinem neu gegründeten „Catholic Digest“. Das Konzept geht auf.

Nach Ende des Krieges brechen für den deutschen Verleger Paul Pattloch wieder bessere Zeiten an.
Dazu gehört auch sein Abonnement des Catholic Digest. Pattloch bittet die amerikanischen Verleger, ihm das Magazin wieder zu schicken, und erwähnt nebenbei, dass er selbst einen Verlag in Aschaffenburg besitzt. Könnte er sich dann nicht vorstellen, selbst den Catholic Digest als deutsche Ausgabe herauszugeben? Paul Pattloch nimmt das Angebot der Amerikaner an. Im Juli 1947 erscheint die erste Ausgabe des „Katholischen Digest“,

Die Entwicklung vom Kirchen- zum Familienmagazin kommt richtig in Schwung, als der Stuttgarter Verleger Axel B. Trunkel 1981 den Katholischen und den Evangelischen Digest übernimmt. Zusätzlich gibt Trunkel das zehn Jahre zuvor gegründete christliche Magazin „Der Sonntagsbrief“ heraus. Alle drei Zeitschriften bekommen ein aufgelockertes, frischeres Erscheinungsbild und wechseln vom Digest-typischen Taschen- zum DIN-A-4-Format. Im Jahr 2002 werden die drei Zeitschriften zu einer überkonfessionellen zusammengeführt werden: Die erste Ausgabe des Christlichen Digest erscheint.

Im November 2006 gründen Rainer Groß und Boris Wehlauer den „Verlag Christlicher Digest“ und übernehmen die Herausgabe des Magazins. Der Auftrag, den sie sich selbst erteilt haben, heißt: Ein Magazin für die ganze Familie zu verlegen, das seinen Lesern Lebensfreude vermittelt und die Motivation, Neues anzugehen. Das Layout wird zeitgemäßer und bunter, und auf dem Titel stehen jetzt Themen wie alleinerziehende Väter, Privatschulen oder Wohngemeinschaften für ältere Menschen. Jene Leserbriefschreiber, die schon 1970 die weltoffene Gesinnung des Magazins lobten, werden darum auch heute noch ihre Freude am Christlichen Digest haben.

Mit der Ausgabe 09/2010 erscheint der Christliche Digest erstmalig mit dem duplizierten Inhaltsdruck in einer Apothekenausgabe.