ChristlicherDigest

Mit Akupressur gegen Husten

von Caroline Schawe

Der Erkältungshusten gehört zur kalten Jahreszeit wie ein Mückenstich zum Sommer. Doch im Gegensatz zum Insektenstich kann er langwieriger und quälender sein. Hier erfahren Sie, wie Sie mit Akupressur-Techniken sich selbst Erleichterung verschaffen können.

Es beginnt mit einem Kratzen im Hals, dann folgt ein leichtes Hüsteln und schließlich entwickelt sich ein verschleimter Husten, der am Tag wie in der Nacht äußerst lästig sein kann. Wieso passiert dies ausgerechnet im Herbst und Winter so häufig? Schuld sind die kalten Temperaturen. Die Luft kann dann weniger Feuchtigkeit aufnehmen mit der Folge, dass die Schleimhäute in Nase, Mund und Rachen leichter austrocknen. Außerdem werden sie weniger gut durchblutet.

Unter diesen Umständen gelingt es dem Immunsystem kaum noch, Eindringlinge wie Erkältungsviren abzuwehren. Eine zusätzliche Belastung ist der ständige Wechsel zwischen warmer, meist zu trockener Heizungsluft drinnen und kalter Luft draußen. Die Erkältungserreger haben leichtes Spiel, setzen sich in den Schleimhäuten fest und verursachen schließlich eine Entzündung der Atemwege. Dabei wird zäher Schleim gebildet, der die natürlichen Reinigungsvorgänge in den Bronchien blockiert. Der dicke Schleim muss nach außen befördert werden, was heftige Hustenattacken auslösen kann. Wer jetzt viel trinkt, tut genau das Richtige, denn so wird der zähe Schleim dünnflüssiger. Oft reicht dies aber nicht aus, dann ist es sinnvoller, zu einem Hustenlöser zu greifen, der das Abhusten erleichtert und die Entzündung bekämpft.

 Erleichterung auf Fingerdruck

Bei quälendem Husten kann die Methode der Akupressur für Linderung sorgen und die Heilung beschleunigen. Dazu braucht man keinen Termin beim Fachmann, Hilfsmittel sind die eigenen Finger und Nebenwirkungen sind ebenfalls nicht zu befürchten. Die Akupressur ist quasi eine Unterabteilung der Akupunktur. Statt mit Nadeln wird sie nur mit den Fingern ausgeübt, d.h. es wird mit stumpfem Druck gearbeitet. Die entsprechenden Druckpunkte werden mit sanft kreisenden Bewegungen massiert. Liegt der Druckpunkt auf der Muskulatur, kann kräftiger massiert werden, im Gesicht sollte nur wenig Druck ausgeübt werden. Richtige Schmerzen sollten bei der Akupressur nicht entstehen, aber man darf den Druck ruhig spüren.

 

Mit Akupressur gegen Husten

z.B.

Mit beiden Zeigefingern Druck von unten gegen die Nasenflügel ausüben. Diese Punkte haben eine positive Wirkung auf die Schleimhäute der Atemorgane.
Dauer: 30 bis 60 Sekunden