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Herzgesund leben


 

Unser Herz ist „nur“ ein Muskel, doch was für einer: Unermüdlich pumpt er das Blut durch den ganzen Körper. Im Ruhezustand zieht sich das Herz 60 bis 80 Mal in der Minute zusammen – jeden Tag, unser ganzes Leben lang. An Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems sterben in Deutschland die meisten Menschen.  

Dabei kann man mit einer herzgesunden Lebensweise viel dazu beitragen, Herz und Gefäße leistungsfähig und gesund zu erhalten. Die Risikofaktoren sind längst bekannt: Bewegungsmangel, Übergewicht, Rauchen und Alkohol, Bluthochdruck, erhöhter Cholesterinspiegel, erhöhte Blutfettwerte (Triglyzeride), erhöhte Homocysteinwerte, zu hoher Blutzucker, seelische Belastung. Alle diese Faktoren vergrößern einzeln oder in Kombination miteinander die Gefahr, eine Herz-Kreislauferkrankung zu bekommen. Die Anfänge sind oft schleichend und werden nicht bemerkt.

So können Sie das Risiko senken
Mehr Bewegung und weniger Zigaretten sind wichtige Maßnahmen, die im Rahmen einer Lebensstiländerung das Risiko senken. Darüber hinaus sind eine Reihe von herzstärkenden Vitalstoffen bekannt, die in einer ausgewogenen Ernährung mit viel Obst und Gemüse stecken oder als ergänzende Präparate eingenommen werden können. Dazu gehören die Mineralstoffe Magnesium, Kalium und Selen, die im Stoffwechsel vielfältige Aufgaben übernehmen. Ein Magnesiummangel kann beispielsweise zu Herzjagen führen. Der Aminosäure Arginin, die vermehrt in Nüssen und Mandeln vorkommt, wird eine gefäßweitende und entzündungshemmende Wirkung bescheinigt. Die Vitamine der B-Gruppe, besonders Folsäure und Vitamin B12 haben eine herzschützende Wirkung, da sie helfen, das potentiell herzgefährliche Homocystein unschädlich zu machen. Andere Vitamine mit antioxidativer Wirkung wie Vitamin E, C und Beta-Carotin senken die Zahl der freien Radikale, die Ablagerungen im Gefäßsystem begünstigen. Diese Wirkung hat auch der Knoblauch, eine wahre Wunderknolle in Bezug auf Herz und Kreislauf. Knoblauch senkt den Cholesterin-Spiegel, beugt so der Arterienverkalkung vor und sorgt dafür, dass das Blut schneller durch die Gefäße fließt. Außerdem senkt Knoblauch den Blutdruck, da seine Wirkstoffe die Blutgefäße weiten und elastisch halten. Niemand muss heute mehr täglich Knoblauchzehen essen, um in den Genuss der herzstärkenden Wirkung zu kommen. Knoblauchpillen aus der Apotheke oder dem Drogeriemarkt haben einen kontinuierlich hohen Wirkstoffgehalt. Sekundäre Pflanzenstoffe wie z.B. Carotinoide und Polyphenole – das sind meist die, die Obst und Gemüse die leuchtenden Farben verleihen – haben ebenfalls eine herzschützende Wirkung. Als letztes seien noch die Omega-3-Fettsäuren erwähnt, die in fetten Fischen wie Lachs oder Makrele vorkommen. Damit Herz und Kreislauf gesund bleiben und das Infarktrisiko so gering wie möglich ist, empfehlen Experten eine tägliche Aufnahme von 1 Gramm Omega-3-Fettsäuren. Da nicht jeder Fisch mag, sind Kapseln mit Fischöl eine echte Alternative.

Messen Sie Ihren Blutdruck
Ein besonderes Risiko für Herz und Gefäße stellt ein erhöhter Blutdruck dar, doch längst nicht jeder kennt seine Blutdruckwerte. Dieser für die Gesundheit so wichtige Wert kann auch bequem zu Hause mit einem entsprechenden Messgerät überprüft werden, allerdings ersetzt dies nicht die regelmäßige Kontrolle des Herz-Kreislaufsystems durch den Arzt. Ein Blutdruckmessgerät für den Hausgebrauch sollte möglichst TÜV-geprüft und einfach zu bedienen sein. Manche Messgeräte signalisieren dem Benutzer, wenn es falsch angewendet wird – eine sinnvolle Sache. Lassen Sie sich die Handhabung genau erklären und tragen Sie die gemessenen Werte in einen Blutdruckpass ein, den Sie zum Arzttermin mitnehmen.

Ein niedriger Blutdruck stellt im Gegensatz zum Bluthochdruck kein Herzrisiko dar. Er tritt vorwiegend bei jungen, schlanken Frauen auf, deren Blutdruck starken Schwankungen ausgesetzt ist. Nach langem Stehen oder zu schnellem Aufstehen kann es zu Schwindel oder gar zur Ohnmacht kommen. Eine Hochlagerung der Beine hilft im akuten Fall, das Blut wieder zurück zum Gehirn zu pumpen. Vorbeugend können Stützstrümpfe helfen, damit dass Blut nicht so stark in die untere Körperhälfte sackt.

Ärgern Sie sich Rot?

Wer bei Ärger keinen roten Kopf bekommt, sollte sein Herz-Kreislaufsystem untersuchen lassen, wie kalifornische Wissenschaftler raten. Normalerweise erweitern sich bei Wut und Ärger die Halsschlagadern und der Kopf läuft deutlich sichtbar rot an. Bei Menschen mit Bluthochdruck passiert das aber nicht, da sich die Gefäße nicht genügend ausdehnen können.

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